Mein Sufiweg

Wir Sufis erzählen gerne Geschichten, die folgende Geschichte habe ich im Sommerurlaub erlebt: Auf einer Wanderung fing ich an mich für Blüten zu interessieren, auf denen sich Insekten niedergelassen hatten.
Es gelangen mir einige Fotos.
Dann dachte ich: es wäre schön auch einen Schmetterling aufzunehmen, der sein Flügel ausbreitet, und ich machte mich an einem kleinen See auf die Suche.





Der See bot wunderbare Bilder zum Fotografieren, die Landschaft spiegelte sich in ihm, und ich schaffte es sogar einen Fisch auf dem Bild festzuhalten.
 
Schließlich erblickte ich eine Schmetterling, aber nach einigen Versuchen stellte ich fest, dass er nicht aufs Bild wollte, ich gab auf und ging zu einem Punkt, für den eine schöne Aussicht angekündigt war. Dort ließ ich mich auf einer Bank nieder und beschaute die Aussicht, die eigentlich gar nicht so besonders schön war.

-Dafür habe ich den Schmetterling sausen lassen,-
 dachte ich ein wenig enttäuscht.
 


 
Kaum hatte ich das ausgesprochen, flatterte dieser Schmetterling heran, umflog mich einige Male und ließ sich auf meiner Kamera, die auf meinem Schoß lag nieder.
-Ich bin zwar nicht besonders hübsch, aber mich kannst Du fotografieren.-

-Doch du bist sehr hübsch, aber wie soll ich Dich so fotografieren?-

In dem Moment erhob sich der Falter und flog ins Grün, breitete seine Flügel aus und wartete geduldig, bis ich ihn fotografiert hatte, das wiederholte er mehrere Male: auf meinem Rücksack auf eine Blüte und wieder im Grün. In aller Ruhe konnte ich etliche Aufnahmen von ihm machen.

Dazwischen umkreiste er mich immer wieder oder spielte mit einem Artgenossen in der Sonne.

Schließlich bedankte ich mich bei dem Schmetterling für dieses schöne Geschenk.

Für diese Geschichte, die mir das Leben erzählt hat bin ich sehr dankbar.

Sie nährt in mir das Vertrauen, dass meine Wünsche erfüllt werden und alles was mir wichtig ist zu mir kommt.

Unten: Weitere Fotos aus dem Urlaub:




 
Alles ist Ausdruck des Reichtums und der Vielfalt der göttlichen Natur.